Staff Pick – Deep Stories https://deepstories.de we love music. Fri, 12 Jul 2019 09:54:05 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 deep story nr. 123 l out of sight l by Spieltape https://deepstories.de/ds123/ https://deepstories.de/ds123/#comments Sun, 30 Jun 2019 12:00:52 +0000 https://deepstories.de/?p=6320

Fortsetzung deep story nr. 122

Ich nehme langsam meine Kopfhörer ab und schau dem Ruhestörer genau in die Augen. Seine ganze Aufmachung versetzt mich in Erregung. Mit den vielen Sponsoren auf seiner Jacke sieht er aus wie eine wandelnde Litfaßsäule. Ein Symbol der Kommerzialisierung auf zwei Beinen. Nach einer kurzen Pause möchte er wissen wo mich mein Weg heute hinführt. Bevor ich die Frage abschließend beantworten konnte, drückt er mir auch schon einen Flyer in die Hand und unterbricht mich. Ist ja auch egal was ich vor hätte, heute Abend gäbe es nur einen „place to be“. ComRa Events hätte mal wieder die Grenzen zum möglichen durchbrochen und eine Rave der absoluten Superlative auf die Beine gestellt. Meine Antwort auf diese dreiste Unterbrechung meiner spirituellen prärave Alltagsanomalien ließen ihm die Gesichtszüge entgleiten, denn die einzigen Grenzen die ihr durchbrochen wurden, waren die meiner Privatsphäre.

Ich stehe auf und drängele mich an dem lebenden Werbebanner vorbei. Dabei greift er gezielt meine Hand und zieht meinen Ärmel hoch. Er wirft einen prüfenden Blick auf die Kapsel an meinen Handgelenk. Bevor ich mich zur Wehr setzen kann lässt er meinen Arm wieder los und notiert sich blitzschnell etwas in sein Smartphone. Danach lächelt er wieder freundlich und weißt mich darauf hin, dass ich doch immer viel Spaß auf den ComRa Events gehabt hätte. Damit er mich endgültig zufrieden lässt, schnappe ich mir einen Flyer und heuchle ihm vor, dass ich es mir nochmal überlegen würde. An der nächsten Haltestelle verlasse ich etwas konsterniert die Straßenbahn.
Was war das eben für eine bizarre Begegnung und was hat sich der Typ in seinem Smartphone notiert. Völlig verloren in meinen Gedanken schlendere ich durch die Straßen. Mein eigentliches Ziel hatte ich völlig aus den Augen verloren. Eigentlich wollte ich doch feiern gehen und heute gute Musik genießen.

Spieltape wird euch und unseren leicht verwirrten Protagonisten mit seinen Können an den Decks bestimmt wieder in Stimmung bringen. Wir wollen doch nicht, dass ihr euer Ziel fürs Wochenende aus den Augen verliert.


I slowly take off my headphone and look the rabble-rouser straight in the eyes. His sheer presence fills me with excitement. With the numerous sponsors on his jacket, he looks like a walking advertising column. A symbol of commercialization on two legs. After a short silence, he wants to know where my path leads me today. Before I could conclusively answer the question, he already put a flyer in my hand and interrupts me. It does not matter what I plan to do, tonight there would only be one „place to be“. ComRa Events would have once again broken through the boundaries to the possible and put together a rave of absolute superlatives. My response to this brazen interruption of my peace of mind left him speechless , as the only boundaries he broke were those of my privacy.

I get up and work my way past this walking-talking publicity banner. He reaches for my hand, pulls up my sleeve and scrutinizes the capsule on my wrist. Before I can defend myself, he loosens the grip on my arm and quickly notes something down on his smartphone. After that he smiles again kindly and informs me that I always had a lot of fun at the ComRa events. To make him finally satisfied, I grab a flyer and pretend that I would think it over again. At the next stop I leave the streetcar a bit confused.
What was that bizarre encounter and what did the guy write down in his smartphone? Totally lost in my thoughts, I stroll through the streets. I had completely lost sight of my real goal. Actually, I wanted to go partying and enjoy good music today.

Spieltape may bring you and our somewhat confused protagonist in the right mood with his skills on the decks. We definitely do not want you to lose sight of your destination for the weekend.

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Deep Story #82 | Einsamkeit | Andi Depressiva https://deepstories.de/ds82/ https://deepstories.de/ds82/#respond Thu, 29 Mar 2018 18:03:29 +0000 https://beta.deepstories.de/?p=5216

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Bevor wir uns aber dem wohlverdienten Familienfest hingeben, gibt es noch den 4. Teil unserer Episoden-Geschichte von Simon Rucker. Das erste Hochgefühl unseres Protagonisten scheint allmählich zu verblassen und die Einsamkeit schleicht sich langsam in seine Seele. Die Insel offenbart still ihre Schattenseiten. Ein Gefühlschaos breitet sich aus und die Stimme in seinem Kopf schweigt immer seltener: „ or have i wasted endless time“.
Einfühlsam beschreibt nicht nur Simon, unser Gastpoet, sondern auch Andi, unser Gastkomponist, die innere Zerrissenheit und die geistige Verzweiflung der Hauptfigur. Diese deep story geht tief unter die Haut!

Doch mein Hochgefühl verschwand so rasch wie es gekommen war. Bald spürte ich die Schwere meines Daseins mit unbarmherziger Eindeutigkeit. Wenn ich morgens erwachte und die Sonne schon erbarmungslos vom Himmel herabbrannte, war es ein guter Tag. Dann stand ich auf, verrichtete meine Arbeiten und der einzige Kampf, den ich zu bestreiten hatte, war der Kampf gegen meinen hämmernden Schädel. Schlechte Tage waren es, wenn ich nicht genug getrunken hatte. Wenn ich tief in der Nacht erwachte. Lange, bevor der Morgen graute. Die Sterne hingen höhnisch über mir in der Schwärze. Zur Erinnerung an Maria, an Zweisamkeit und mein früheres Leben, an Gesellschaft und Wärme. Die Sterne erinnerten mich an die Dreidimensionalität und die Weite der Welt. Daran, dass anderswo ein Leben stattfand, von dem ich kein Teil mehr war. Die Hoffnung und die Zuversicht der tropischen Tage waren dann zusammen mit der Sonne auf der anderen Seite des Planeten, viel zu weit weg, um von mir erreicht zu werden. Viel zu weit weg. Ich fuhr aus quälenden Träumen von sanften Wiesen und wehenden Kleidern hoch, schweißgebadet und mit rasendem Herzen. Einen kurzen Moment lang hielt ich das Erlebte für real. Was den darauffolgenden Moment noch fürchterlicher machte. Fand erst wieder Ruhe, wenn die Vögel zu singen begannen und die Hitze mir die Gedanken wegbrutzelte. Und auch dann blieb das fahle Gefühl der nächtlichen Verzweiflung irgendwo tief in mir hängen.

Nächte dieser Art wurden häufiger. Ich fand mich immer öfter um meinen Schlaf beraubt. Sollte es nicht eigentlich anders herum sein? Sollte ich nicht eigentlich zunehmend gleichgültiger werden gegenüber meinen Verlusten? Meine Zeit hier hatte doch so gut begonnen. Mir fiel wieder ein, dass mich manchmal das Gefühl beschlichen hatte, hier nicht alleine zu sein. Was für ein absonderlicher Gedanke auf einer unbewohnten Insel inmitten der Unendlichkeit des Ozeans. War ein solches Empfinden nicht purer Ausdruck meiner Verzweiflung? Wir alle fangen als Unwissende an.

Es muss jedenfalls in dieser Zeit liegen, dass ich die ersten eigenartigen Beobachtungen auf meiner Insel machte. Denn irgendwann beschloss ich, mich nicht mehr gemartert in meiner Hütte hin und herzuwerfen, wenn mich die Einsamkeit nicht mehr schlafen ließ. Stattdessen stand ich auf und wanderte am Strand entlang. Und sofern das Mondlicht es erlaubte auch in den Wäldern. Die auf solche Nächte folgenden Tage waren dadurch nicht mehr ganz so unerträglich, der Schatten der Dunkelheit ein wenig bleicher.

Die Fortsetzung des 4. Teils und die vorherigen Teile findet ihr hier:
geschichten-zeit.de/die-warnung-04/

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Deep Story #64 | lost World | Monotunes https://deepstories.de/ds64/ https://deepstories.de/ds64/#respond Thu, 29 Mar 2018 17:38:02 +0000 https://beta.deepstories.de/?p=5165

Es gibt Orte auf dieser Welt, die erst von wenigen Menschen gesehen wurden oder die von der Zivilisation noch gänzlich unberührt sind. Diese Orte beherbergen oft ein einzigartiges ökologisches System und beflügeln so die Fantasie mancher Autoren. Eine dieser Gegenden ist der Roraima-Tepui, ein 2.810 Meter hoher Tafelberg, der sich im Dreiländereck zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana befindet. Erst 1884 bestieg ein britischer Forsche den Berg. Vorher haben Aberglaube und Gerüchte Menschen davon abgehalten dieses Gebiet zu erkunden. Es hieß das längst ausgestorbene Tiere auf dem Tafelberg überlebt haben könnten. Ein solcher Sensationsfund blieb aus, aber dennoch muss das Gefühl als erster Mensch diese vergessene Welt betreten zu haben überwältigend gewesen sein. Jeder Schritt ein neues Abenteuer, jede Erkundung ohne Wegweiser, Naturwunder genießen ohne vom Selfie-Stick erschlagen zu werden.

Natürlich blieb die Entdeckung der einzigartigen Welt nicht lang geheim. Schnell verbreitete sich die Nachricht über die Erlebnisse dieser atemberaubenden Expedition und der Autor von Sherlock Homes brachte doch noch Dinosaurier auf den Roraima-Tepui, zumindest in seinem Roman „die vergessene Welt“.  Eine Frage stellt sich uns an dieser Stelle noch, welche Geräusche würde man in so einer verlorenen Gegend hören? Monotunes, haben unserer Meinung nach, eine gut Antwort auf diese Frage gefunden und präsentieren euch mit ihrer deep story Klänge aus einem lange Zeit unberührten Teil dieser Erde.

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There are still a few places on this planet which almost nobody has seen yet or which are even completely unspoilt by civilization. These remote areas often harbor extremely rare species of animals and plants and tickle the fantasy of some writers. One of these places is the Roraima Tepui, a table mountain with an elevation of 2810 meter, which is located on the frontier of 3 countries : Venezuela, Brazil and Guyana.

The first man to climb this mountain was a British explorer in the year 1884. Before that day, nobody had dared to venture into the area out of superstition. Back then, it was rumored that some extinct species of animals actually still lived on this table mountain. Although such a sensational discovery didn’t happen, it must have been an overwhelming feeling to be the very first human being to venture into this hidden world. Every step a new adventure, every exploration without road signs, admiring all these wonders of nature without capturing it with a selfie-stick. Of course the discovery of this unique world did not stay a secret for long. The news of this breathtaking expedition spread quickly and the author of Sherlock Holmes even brought dinosaurs to the Roraima Tepui, at least in his novel ‘The Lost World’.

We still have one compelling question about this place : which noises are there to be heard in this remote spot? To answer that question, we think that nobody on this planet is better placed than Monotunes and in this deep story you’ll have the unique opportunity to discover the sound of this unspoilt part of our planet…

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Deep Story #51 | Festivalsaison | By Boss Axis https://deepstories.de/ds51/ https://deepstories.de/ds51/#respond Thu, 29 Mar 2018 17:20:32 +0000 https://beta.deepstories.de/?p=5125

Der frühe Tänzer fängt den Beat, in diesem Sinne läuten wir zusammen mit Boss Axis schon mal die Phase der Vorfreude ein. Denn wer sich jetzt schon freut und grinst wie Kater Garfield, wenn es Lasagne gibt, hat länger was von der schönsten Jahreszeit.

Also frisch ans Werk und am besten schon mal Tickets bestellen, damit man später nicht mit langen Gesicht in die Röhre schaut. Es gibt viel zu entdecken abseits der ausgetretenen Pfade. Dieses Jahr gilt das Motto klein aber fein. Seid wie die großen Entdecker im 15 Jahrhundert und sucht neue Wege in die Glückseligkeit der Surrealität. Erhellt die dunklen Flecken eurer Festivallandkarte und erweitert euren Horizont. Mit Boss Axis als Navigator am Board kann nichts schief gehen 😉

Mit deepen beats und feinen Vocals, die lieblicher als der Klang der Sirenen sind, steuern sie euch geschickt durch die Untiefen der Vorbestellungsquerelen und Zeltflickaktionen bis ihr am Ziel angekommen seid, euren Campingstuhl aufgeklappt und das erste Dosenbier geöffnet habt.

Ihr braucht noch Inspiration? Dann schaut euch doch mal das „Deep With You“ – Festival an.

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Deep Story #45 | Mysteriöser Ort | by Serioes und Legendaer https://deepstories.de/ds45/ https://deepstories.de/ds45/#respond Thu, 29 Mar 2018 17:13:38 +0000 https://beta.deepstories.de/?p=5106

Während ich in einer Bar in Tel Aviv sitze und ein Goldstar trinke, erinnere ich mich daran, wie mein Papa mir früher vom Gewässer Totes Meer erzählt hat. Ein Gewässer, von dem die Erfahrungen mit der Schwerkraft in Frage gestellt werden, fern, lebensfeindlich, weit weg. Nun bin ich hier, mich trennen nur gut hundert Kilometer von diesem sonderbaren Ort und morgen werde ich mich auf den Weg machen.

Später berichtet mir ein Mann am Nebentisch, der mich angesprochen hat und mit dem ich ein Bier trinke, dass das Tote Meer ein wirklich schräger Ort sei.Von Tel Aviv sei es nicht weit und alleine des Nachts an den Ufern des Toten Meeres könne man Dinge sehen und zwar nicht nur dann, wenn man zu viel geraucht hätte. Sondern es sei ein mystischer Ort, ein Ort außerhalb des normalen Raumes und außerhalb der normalen Zeit.

Durch so eine Landschaft bin ich bisher noch nie mit dem Auto gefahren, ich staune und freue mich und schließlich passiere ich den Parkplatz „Meereshöhe“. Aber es geht noch viel weiter hinunter, das Tote Meer ist mit etwa -400 Metern schließlich der tiefste Punkt der Erde. Und schließlich liegt das Tote Meer vor mir. Der Horizont verschwindet im Flimmern der von Mineralstaub trüben Luft. Es ist wie in einem Traum, in dem man nur das fokussiert wahrnimmt, was direkt um einen herum liegt. Alles, was weiter weg ist, ist unscharf und diffus, wie in einem Nebel aus Licht. Lasst euch vom Duo Serioes und Legendäer an diesen mystischen Ort entführen. Sie erfüllen den Lichtnebel mit Effekten aus Raum und Zeit und geben dem Ort ein waberndes Gewand aus sich windenden Tönen und Melodien.

Text: Simon Rucker

(Wer erfahren will was Simon am toten Meer erlebt hat sollte unbedingt auf seinem Blog vorbeischauen:

http://unterwegs-reiseblog.de/tel-aviv-totes-meer/)

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