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Deep Story #101 | arrival | Foreign Guest

Die Sehnsucht zieht unseren Protagonisten wieder zurück zum Ort, der sein Leben veränderte. Aber sie Sehnsucht wonach? Vermisst er wirklich die Insel oder die zerbrechlichen Wesen, die sich ihm bisher nur verschleiert genähert haben. Was erwartet die verlorenen Seelen an diesen scheinbar verwunschenen Ort? Mysteriös und verheißungsvoll, wie die fremden Gäste der Insel, bahnt sich auch die zur Geschichte kreierte Musik von Foreign Guest ein Weg in eure Gedankenwelt. Sie fesselt, fasziniert, treibt voran und entwickelt ungeahnte Energie!
Viel Spaß mit dem nächsten Teil der „der Warnung“ von Simon Rucker mit musikalischer Untermalung von Foreign Guest!

Dort oben steht es. Mein Mahnmal starrt mir in stummem Gruße entgegen. Bleich hebt es sich vor dem Dschungel ab. Bleich und kalt. Während ich die Pistole auf meine beiden Gefangenen gerichtet halte, fuchtele ich ihnen mit meiner anderen Hand die Richtung. Ich komme mir ein wenig albern vor, doch sei‘s drum. In meiner Sicherheit gebührendem Abstand folge ich den beiden Elendshäuflein. Ich fühle mich prächtig, ich weiß, was zu tun ist. Wir werden unser Lager oben auf der Lichtung bei den Gräbern aufschlagen. Das kommt mir wie ein sinnvoller Platz vor. Ich will nicht mehr in die Höhle, das ist mir zu riskant mit den beiden. Das wird nicht gehen, nicht auszudenken, wie sie mich überrumpeln könnten, wenn ich mich an den Felsen hinaufhangele. Außerdem habe ich einen verwegenen Verdacht, an welcher Stelle die Körperchen unsere Welt betreten. Der schmale Spalt im Fels ist mir erst gar nicht groß aufgefallen. Zwischen den Bergen war ich an ihm vorbeigekommen, kurz bevor ich die Stelle mit den Gräbern fand. Ein eigentümliches Gefühl hatte sich beim Betrachten des dunklen Lochs zwischen meinen Schläfen eingestellt. Bald weiß ich mehr. Doch jetzt geht es erst einmal hinauf durch den Dschungel.  Die beiden stolpern vor mir her. Da höre ich den Gesang auf einmal wieder, rufe, ich bin so weit. Linea und Anthony blicken sich hektisch nach allen Seiten um, kauern sich aneinander. Ich bin ruhig, muss den Lauten nicht mehr folgen. Bald werde ich ihnen begegnen. Wir haben nur das Nötigste dabei. Lange sollte es nicht dauern. Und wenn ich ihnen erst begegnet bin, wird sich zeigen, was zu tun ist.  Während die tropische Sonne im gewohnt herrlichen Farbenspiel hinter dem Horizont verschwindet, werfe ich trockene Palmwedel ins schnell wachsende Feuer. Es fühlt sich an, als wäre ich zu Hause eingetroffen. Die Rückfahrt erscheint in meinen Gedanken verschleiert, es fällt mir schwer, ein Gefühl für die vergangene Zeit zu bekommen.


 The longing draws our protagonist back to the place that changed his life. But they longing for what? Does he really miss the island or the fragile beings that have approached him only veiled. What awaits the lost souls in this seemingly enchanted place? Mysterious and promising, like the strange guests of the island, the music of Foreign Guest, created for the story, also makes its way into your world of thoughts. It captivates, fascinates, drives forward and develops undreamt-of energy!
Have fun with the next part of „the warning“ by Simon Rucker with musical background by Foreign Guest!

Up there it says. My memorial stares at me in silent greeting. Pale it stands out against the jungle. Pale and cold. While I keep my pistol pointed at my two prisoners, I wave my other hand in their direction. I feel a little silly, but so be it. At a distance befitting my safety, I follow the two wretches. I feel splendid, I know what to do. We’ll set up camp up in the clearing by the graves. That seems like a sensible place to me. I don’t want to go back into the cave, it’s too risky with those two. It won’t work, don’t think how they might take me by surprise if I shimmy up the rocks. Besides, I have an audacious suspicion at which point the little bodies enter our world. I didn’t even notice the narrow gap in the rock much at first. I had passed it between the mountains just before I found the place with the graves. A peculiar feeling had set in while looking at the dark hole between my temples. Soon I will know more. But for now it’s up through the jungle.  The two stumble in front of me. There I hear the singing all at once again, shouting, I’m ready. Linea and Anthony look around frantically in all directions, huddle together. I am calm, no longer have to follow the sounds. Soon I will meet them. We have only the bare necessities with us. It shouldn’t take long. And once I have met them, it will become clear what to do.  While the tropical sun disappears behind the horizon in its usual glorious play of colors, I throw dry palm fronds into the rapidly growing fire. It feels as if I have arrived home. The return journey appears veiled in my thoughts, it is difficult for me to get a feeling for the time that has passed.

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Text by:
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