Home Podcast deep story nr. 154 | therapy for the soul | by Tim Kollberg

deep story nr. 154 | therapy for the soul | by Tim Kollberg

Ich finde mich tanzend in einem bunten Raum wieder. Ich sehe nirgendwo Mauern und doch fühlt es sich so an als wäre ich innerhalb eines Gebäudes. Es scheint als wäre der Raum so groß, dass man die Wände einfach nicht sehen könnte. Von der Decke regnen Lichter in allen Regenbogenfarben. Naja eigentlich kann ich die Decke auch nicht wirklich sehen. Ich vermute einfach, dass sich hinter all den Leuchten eine Decke befindet. Um mich herum bewegen sich die Körper von dutzenden Gestalten, aber niemand scheint mit mir zu interagieren. Egal in welche Richtung ich mich drehe, alle Personen haben mir ihren Rücken zugewandt während sie ekstatisch zur Musik zucken.
Ich kämpfe mich durch die Menge und will an die Bar. In irgendeiner Richtung wird sich schon eine Bar befinden, auch wenn ich sie nicht sehen kann. Doch egal wie weit ich mich durch die Masse dränge, ich sehe nur tanzende Rücken. Weder kann ich eine Bar erkennen noch sehe ich die Gesichter der Menschen. Plötzlich läuft mir ein kalter Schauer über den Rügen und Panik schleicht sich in meinen Körper. Irgendwas stimmt hier nicht. Warum sehe ich nirgendwo Boxen oder einen DJ. Mir wird plötzlich kalt, obwohl sich so viele schwitzende Körper um mich herum befinden.
Aus der Panik wird schlagartig nackte Angst als ich versuche mit aller Gewalt die Gesichter der Personen zu sehen. Egal wie schnell ich sie umrunde, ich erkenne immer nur den Hinterkopf. Mein Herz pocht wie wild. Es bebt in meiner Brust und die Schockwellen breiten sich in meinem gesamten Körper aus. Von da aus greift die Vibration auf die Tanzfläche über. Erschütterungen erfassen die gesamte Szenerie und es tut sich ein Riss im Boden auf. Aus dem Riss wird ein klaffender Spalt und aus dem inneren dieses Schlunds erhebt sich eine Bühne mit einem DJ-Pult. Von der Kanzel grinst mich eine fürchterliche Fratze an und … alles schwarz.

Ich öffne meine Augen und neben meinen Kopf vibriert mein Handy. Es war alles nur ein verrückter Traum, ein Alptraum. Doch auch durch schwere Zeiten begleitet uns die Musik. Sie fängt uns, wenn wir unendlich tief fallen und richtet uns wieder auf. Musik als Therapie der Seele bietet heute Tim Kollberg mit seiner deep story.


I find myself dancing in a colorful room. I don’t see walls anywhere and yet it feels like I’m inside a building. It seems like the room is so big that you just can’t see the walls. Lights of all colors of the rainbow are raining down from the ceiling. Well actually I can’t really see the ceiling either. I just suspect that there must be a ceiling behind all the lights. I see dozens of silhouettes move around, but nobody seems to be interacting with me. No matter in which direction I turn, everyone has their backs turned to me while they twitch ecstatically to the music. I fight my way through the crowd and want to go to the bar. There must be a bar in some direction, even if I can’t see it. But no matter how far I push my way through the crowd, I only see dancing backs. I can neither see a bar nor people’s faces. Suddenly a cold shiver runs over my spine and panic creeps into my body. Something is wrong here. Why don’t I see boxes or a DJ anywhere? Suddenly I feel cold even though there are so many sweaty bodies around me. The panic suddenly turns into desperate fear as I try with all my might to see the faces of the people. No matter how fast I go around it, I can only see the back of their heads. My heart is beating wildly. It throbs inside my chest and the shock waves spread throughout my body. From there, the vibration spreads to the dance floor. Vibrations pulsate through the entire scene and a crack opens up in the ground. The crack becomes a gaping crevice and a stage with a DJ booth rises from the inside of this gully. From the pulpit a terrible creep grins at me and … everything goes black.

I open my eyes and my cell phone vibrates next to my head. It was all just a crazy dream, a nightmare. But music accompanies us even through difficult times. It catches us when we fall infinitely deep and straightens us up again. Tim Kollberg today offers music as therapy for the soul with his deep story.

Artist on Soundcloud:
@Tim Kollberg
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Text by:
@The Doubljuh
Tracklist:
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